Taping

 

Bei der hier beschriebenen Methode handelt es sich um das kinesiologische Taping. Es gibt verschiedene Arten des Tapes. Man unterscheidet stabile und elastische Tapes. Die stabilen Tapes bestehen dabei aus einem unelastischen Material, welches eingesetzt wird, um schmerzhafte Bewegungen einzuschränken, Gelenke zu stabilisieren, oder mittels kompletter Tape-Verbände ruhig zu stellen.

Beim elastischen („kinesiologischen“) Tape ist das Tape dehnfähig, wodurch eine entsprechende Bewegungsfreiheit auch mit Tape weiterhin gegeben bleibt, woraus sich vielerlei Einsatzmöglichkeiten ergeben.

 

Zum Beispiel lassen sich damit Muskeln oder Bänder tapen, eine Korrekturanlage an Gelenken machen oder Lymphbahnen tapen. Ebenso lassen sich kinesiologische Tapes auch zur Behandlung der Faszien oder Nerven nutzen.

 

Zusätzlich gibt es allerdings auch sog. Kombi-Tapes, die einen kombinierten Einsatz stabiler und elastischer Tapes ermöglichen.

Das Taping dient dabei als ergänzende Therapieform zur klassischen ergotherapeutischen Behandlung und lässt sich besonders gut in der Handtherapie, Orthopädie, Chirurgie, Neurologie oder Rheumatologie integrieren.


Dabei wird diese Behandlungsmethode unter anderem zur Schmerzlinderung oder zum Lösen von Verklebungen zwischen der Haut und den Faszien genutzt. Ebenso kann es den Tonus regulieren oder den Lymphabfluss positiv beeinflussen. Ebenso kann durch Taping die Wundheilung bei weichen und flachen Narben gefördert werden.

 

Nach traditioneller chinesischer Medizin und über die Farbenlehre kann es in Kombination mit der Behandlung von Akkupunkturpunkten eine positive Wirkung auf Organe haben.

 

Das Taping wird ebenfalls auch zur Behandlung von Missempfindungen oder zur Schmerzbehandlung auf Grund von Nervenläsionen oder -irritationen genutzt.

Auch kann das Taping zur Behandlung nach einer OP oder Muskeldysfunktion, zur Behandlung von Kopfschmerzen, Migräne oder Tinnitus eingesetzt werden. Segmentale Beschwerden, sowie degenerative Muskelverletzungen lassen sich mit dem Taping ebenso positiv beeinflussen.

 

Als nicht geeignet für das Taping gelten großflächige Hautverletzungen und -erkrankungen, offene Wunden, allergische Reaktionen, Tumore, Thrombosen, alle nicht abgeklärten Verletzungen und Erkrankungen, bestimmte Medikamenteneinnahmen, Frakturen, Knochenentzündungen, Kapselrisse, Bandausrisse, akute rheumatoide Arthritis oder Gicht. Ebenso sollte das Taping nicht bei einem kompletten Muskelfaserriss, massiven Quetschungen oder Weichteil-Rheuma angewendet werden.

Zunächst wird der Patient aufgeklärt, was es nach der Behandlung zu beachten gilt. Aus dem Erstgespräch wird anschließend die weitere Behandlung abgestimmt.


Bei der Behandlung mit einem elastischen Tape kann dieses für 7 Tage auf der Haut bleiben und kann im stetigen Wechsel über mehrere Wochen getragen werden.

Stabile Tapes hingegen sollten nur für die Dauer der Belastung oder in Akutphasen getragen werden.

Erfahrungen mit Patienten haben gezeigt, dass elastische Tapes absolut alltagskompatibel sind, da diese eine nahezu uneingeschränkte Bewegung bei gleichzeitiger Stabilisierung ermöglichen.

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